Die Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung

Ein Passant rutscht im Winter bei Schneefall vor Ihrem Haus aus und schon ist es passiert: Sie als Hausbesitzer müssen für den gesamten Schaden aufkommen. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht schützt Vermieter oder Besitzer unbebauter Grundstücke vor den finanziellen Folgen solcher Unfälle.

Die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung

Auch wenn Personen- und Sachschäden durch unzureichende Außenbeleuchtung, umfallende Bäume, herabstürzende Dachlawinen bzw. Ziegel oder Gasexplosionen entstehen, haften Sie mit Ihrem Vermögen. Die anfallenden Kosten für Schmerzensgeld, Behandlungen und Reha-Maßnahmen sind in solchen Fällen kaum bezahlbar.

Vor den finanziellen Folgen schützt Sie eine Hausbesitzerhaftpflichtversicherung, die z. B. bei unzureichender Beachtung der Verkehrssicherungspflicht oder Instandhaltungspflicht leistet. Sie ist aber nur für Hauseigentümer wichtig, die Immobilien vermieten oder ein unbebautes Grundstück besitzen. Bewohnen Sie Ihr Eigenheim hingegen selbst, so sind Sie bereits durch eine normale Haftpflichtversicherung versichert.

Was ist eine Grundbesitzer-Haftpflicht?

Sie deckt das finanzielle Risiko des Eigentümers ab. Kommt jemand vor seinem Haus im Winter zu Schaden oder rutscht im Sommer in seinem Garten aus, kann das teuer werden. Die Grundbesitzer-Haftpflicht deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab.

Für wen ist die Versicherung wichtig?

Sie wird empfohlen für alle Eigentümer oder Pächter von Haus und Grund - von Mehrfamilienhäusern, Wohnungen und unbebauten Grundstücken, gleichgültig, ob diese vermietet sind oder nicht. Auch Wohnungseigentümergemeinschaften ist der Abschluss zu empfehlen. Lebt in einem Einfamilienhaus nur die Familie des Eigentümers, genügt meist seine Privathaftpflichtversicherung. Das trifft ebenso zu, wenn nur einzelne Räume oder eine Einliegerwohnung vermietet werden.

Für welche Schäden haftet die Versicherung?

Versichert sind Gefahren, die vom Gebäude oder Grundstück ausgehen. Löst sich beispielsweise ein Teil am Haus und verletzt vorbeikommende Menschen, muss der Eigentümer für den Schaden aufkommen. Grundstücksbesitzer haben darüber hinaus Verkehrssicherungspflichten. Das heißt, im Winter sind Gehwege zu beräumen und zu streuen, es muss ganzjährig eine ausreichende Beleuchtung und Reinigung der angrenzenden Wege gewährleistet sein. Verletzt der Eigentümer diese Pflichten, haftet er für daraus entstandene Schäden.

Wovon ist die Beitragshöhe abhängig?

Während sich die Leistungen nur wenig unterscheiden, gibt es große Beitragsunterschiede bei der Grundbesitzer-Haftpflicht. Die Höhe der Beiträge ist von der Höhe der Deckungssumme für Schäden, der Größe des Grundstücks, der Anzahl der Wohneinheiten, der Nutzfläche oder den erzielten Mieteinnahmen abhängig. Welche Methode am günstigsten ist, hängt vom Einzelfall ab. Eine Beratung beim Versicherungsfachmann kann sinnvoll sein.

Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung: Vergleichen lohnt

Die Beiträge werden von den Anbietern auf unterschiedlichen Grundlagen berechnet. Während manche die Jahresbruttomiete als Basis verwenden, ermitteln andere die Beiträge aufgrund der Anzahl der Wohn- und Gewerbeeinheiten oder der Größe der Nutzfläche. Vergleichen Sie die Angebote daher sehr genau.