Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt einen Pauschalbetrag für Pflegebedürftige. Die Preise für Pflegeplätze und der Aufwand für die Pflege steigen mit der wachsenden Lebenserwartung der Bevölkerung immer weiter an. Reichen die eigene Rente oder das Vermögen nicht zum Bezahlen dieser Leistungen aus, werden Familienangehörige zur Finanzierung der Pflege herangezogen. Mit einer privaten Pflegeversicherung kann diese Lücke geschlossen werden.
Die private Pflegeversicherung ist eine Zusatzversicherung, die die gesetzliche Pflegeversicherung ergänzt. Die Leistungen sind nach der Stufe der Pflegebedürftigkeit gestaffelt. Grundsätzlich gibt es zwei Leistungsarten. Entweder man entscheidet sich für die Erstattung der tatsächlich anfallenden Pflegekosten anhand nachgewiesener Rechnungen oder man zahlt für ein so genanntes Pflegetagegeld ein, das bei Pflegebedürftigkeit frei verwendet werden kann. Welche Variante vorzuziehen ist, hängt von den individuellen Bedingungen ab.
Sinnvoll ist ein gründlicher Vergleich verschiedener Leistungen und Beiträge, entweder über Internetportale oder Versicherungsberater und Makler. Je eher man mit der Beitragszahlung beginnt, desto niedriger sind die Beiträge. Man sollte sich aber als junger Mensch über die langfristig zu sichernde Beitragszahlung im Klaren sein. Bei der Pflegeversicherung haben die weiteren Vertragsbedingungen eine große Bedeutung. Man sollte sich unbedingt über die Anerkennung der Leistungspflicht, Kündigungsbedingungen, Wartezeiten und die Bedingungen einer erneuten Gesundheitsprüfung informieren.
Angebracht ist eine private Pflegeversicherung vor allem für denjenigen, der sein Vermögen im Fall des Falles nicht antasten lassen will und für diejenigen, die keine Angehörigen und/oder Rücklagen für den Pflegefall haben. Eine Pflegeversicherung sollte man abschließen, wenn man noch gesund und möglichst nicht älter als 55 Jahre ist, weil sonst unter Umständen die Beiträge zu teuer werden können.